Ach, was sind wir doch für dumme Leute…

 

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser,

 

 

 

ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn der Sommer vor der Tür steht – und zugleich wird meine Freude durch das Wissen getrübt, dass er bald wieder zu Ende gehen wird. Dabei möchte ich einfach nur das von Gott geschenkte „Heute“ genießen.

 

 

 

Otto Reutter dichtet dazu: „Ach, was sind wir dumme Leute – wir genießen nie das Heute. Unser ganzes Menschenleben ist ein Hasten, ist ein Streben, ist ein Bangen, ist ein Sorgen – heute denkt man schon an morgen, morgen an die spätere Zeit – und kein Mensch genießt das Heut. Auf des Lebens Stufenleiter eilt man weiter, immer weiter…“

 

Dann beschreibt er unsere Lebensphasen und endet: „Nutz den Frühling deines Lebens, leb im Sommer nicht vergebens, denn gar bald stehst du im Herbste, bis der Winter naht, dann sterbste – und die Welt geht trotzdem heiter immer weiter…“

 

 

 

Johann Wolfgang von Goethe sieht es so: „Willst du dir ein hübsches Leben zimmern, musst dich ums Vergangene nicht bekümmern; das Wenigste muss dich verdrießen; musst stets die Gegenwart genießen, besonders keinen Menschen hassen und die Zukunft Gott überlassen.“

 

 

 

Jesus sagt uns: „Sorgt euch nicht um morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch all das andere zufallen.“ (Matthäus 6,33-34)

 

 

 

Das wird ein wunderbarer von Gott geschenkter Sommer…